Donnerstag, 21. Februar 2019

Goldbärchi F7

Blauer, violetter oder schwarzer Goldbärchi

Auf der Welt leben viele Goldbärchis. Die einen sind weiß, gelb, und orange, die anderen hellrot, dunkelrot und grün. Doch viele Goldbärchis wunderten sich: Warum gibt es keine violetten, blauen oder schwarzen Goldbärchis? Warum?

Warum sollte es violette Goldbärchis geben? Es gab keinen Grund, warum Goldbärchis eine violette Farbe annehmen sollten. Weder gab es so viele Früchte, von denen Sie violett werden konnten, noch gab es einen anderen Grund wie bei den roten oder den grünen Goldbärchi. Sie bekamen eine hellrote Farbe wenn Sie verliebt waren, eine dunkelrote, wenn Sie sich schämten und grün wurden Sie, weil Sie neidisch waren.

Es gab also keinen Grund für einen violetten Goldbärchi. Und wie sah es mit einem blauen Goldbärchi aus? Auch ihn gab es ja nicht.

Wozu auch? Goldbärchis ernährten sich in der Regel gesund. Weintrauben kannten Sie nicht einmal. Die gab es zwar irgendwo auf der Welt. Davon erfuhren die Goldbärchis aber nichts. Zu mindestens bis jetzt. So wurde auch noch kein Wein erfunden. Auch Bier gab es im Goldbärchi-Land nicht. Wozu auch?

Bier und Wein halfen nicht gegen Neid. Auch nicht gegen Schamesröte oder Verliebtsein. Es gab keinen Grund Weintrauben anzubauen oder Bier zu brauen. Zumal die Goldbärchis auch gar nicht wussten, was Wein oder Bier ist. Sie kannten es nicht.

So konnten Sie auch nicht blau werden. Während es in anderen Welten Gang und Gäbe war, sich abends zu betrinken oder ein Feierabendbier zu genießen, kannten die Goldbärchis so etwas nicht. Sie konnten also gar nicht betrunken sein. Und da Betrunkenheit durch die Farbe Blau erkennbar wird, konnten die Goldbärchis auf diese Weise nicht blau werden.

Und warum gab es keine schwarzen Goldbärchis? Diese Frage stellten sich viele und doch war die Frage falsch. Es gab schwarze Goldbärchis. Nur keiner merkte es. Wenn es nachts war, und die Sonne schlafen ging, dann wurden die weißen Goldbärchis grau. Die gelben wurden auch noch grau. Aber spätestens die orangen, roten und grünen Goldbärchis schienen in der Nacht schwarz zu sein. Es gab sie also.

Allerdings gab es Sie nur nachts. Am Tage sah man keinen von ihnen. Dann war das Licht da und ließ alles bunt werden. Es gab also keine Grund, warum es schwarze Goldbärchis gab.

Selbst wenn die Goldbärchis ins Fantasia-Land reisten, wurden Sie weder violett, blau noch schwarz. Obwohl es dort einige violette und blaue Früchte gab. Doch die Goldbärchis naschten dort nur selten von Heidelbeeren oder schwarzen Johannisbeeren. So konnten sie gar nicht die Farbe von den Heidelbeeren annehmen. Und auch nicht von den schwarzen Johannisbeeren.

Zudem schmeckten diese Früchte den Goldbärchis auch nicht. Es gab nur wenige, die Gefallen an diesen Früchten fanden. Da es aber nur wenige Heidelbeeren und Johannisbeeren gab, reichte es nicht, Goldbärchis umzufärben. So blieben die weißen Goldbärchis weiß, weil Sie das Leben liebten. Die Gelben blieben Gelb, weil sie die Farbe Gelb liebten und fast täglich Zitronenlimonade tranken. Die orangen Goldbärchis blieben orange, weil Sie sich nur von Mandarinen und Orangen ernährten. Die Hellroten blieben rot, weil Sie weiterhin ständig verliebt waren. Die Dunkelroten blieben dunkelrot, weil Sie sich noch immer schämten, dass es so viele dunkelrote Dinge gab. Ja und die Grünen waren noch immer neidisch. Auf alles und jeden. So blieben Sie grün und wurden weder violett noch blau oder schwarz.

Diese Erzählung wurde am 11.09.2014 von A.D. in den Katgeorien Goldbärchi und Markengeschichte veröffentlicht.

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