366 Kindergeschichten: August 08

Erzählen-AG: 366 Kindergeschichten

Es war einmal ein Mann, der Philip hieß. Philip liebte Action. Schon als er ein kleines Kind war, guckte er mit seinem Vater Actionsendungen. Es war also kein Wunder, was aus Philip wurde.

Philip wurde ein Stuntman. Stuntmans gab es einige. Nicht jeder machte das selbe. Nicht alle machten das selbe. Nicht jeder konnte Stunts mit einem Auto machen. Nicht jeder machte Stunts mit einem Motorrad. Dafür gab es Spezialisten unter den Stuntmans. Einer davon war Philip. Er machte Stunts mit einem Motorrad.

Warum es gerade ein Motorrad war und kein Auto? Das lag wahrscheinlich auch an Philips Vater. Philips Vater hatte ein Auto. Wenn die Familie in den Urlaub fuhr, war ein Auto sehr nützlich. Fernbus und Zug waren zwar auch eine Möglichkeit, doch mit einem Auto war ein Mensch freier. Eine Familie konnte im Urlaub auch einmal etwas weiter fahren, auch wenn es im Urlaubsort keinen Bus oder eine Straßenbahn gab.

Philips Vater liebte sein Auto. Doch viel mehr mochte er sein Motorrad. Dies war sein Lieblingsobjekt. Im Sommer fuhr Philips Vater am Wochenende mindestens eine Tour. Manchmal waren es sogar zwei.

Philips Mutter war selten dabei. Erstens mochte sie das Motorrad nicht so sehr wie Philips Vater. Zweitens musste sie auf Philip aufpassen. Philip durfte lange Zeit nicht mit. Erst als er zwölf Jahre alt war, erlaubten es ihm seine Eltern. Vorher fanden Philips Eltern es viel zu gefährlich, dass Philipp mit seinem Vater Motorrad fährt.

Philip wurde einige Jahre später Stuntman und spezialisierte sich auf Motorradstunts. Diese Stunts führte Philipp nicht im Geheimen auf. Philip wurde für einige Sendungen gebucht. In dieser Sendung kamen einige Stunts vor. Ein normaler Schauspieler führte diese nicht aus. Dies war viel zu gefährlich. Für Stunts gab es schließlich Stuntmans.

Im Sommer war Philip aber nicht nur bei einem Dreh einer Serie dabei. Im Sommer arbeitete Philip in einem Filmpark. Natürlich war er kein einfacher Angestellter. Er stand nicht an der Kasse. Er kontrollierte nicht die Eintrittskarten. Er teilte kein Essen und Trinken aus. Philip arbeitete als Stuntman.

In diesem Filmpark gab es einen Vulkan. So sah es zu mindestens von außen aus. Innen gab es ein kleines Gelände, auf dem Stunts vorgeführt werden konnten. Gegenüber gab es eine Tribüne, die Platz für über zweitausend Menschen bot.

Auf dem kleinen Gelände gab es eine kleine Tankstelle. Daneben stand ein hoher Turm. Vor diesem gab es einen Hubschrauber, der abgestürzt war. So sah es zu mindestens aus.

Das kleine Stuntgelände bot noch mehr. Rundum Tankstelle und Turm gab es einen Weg. Dieser Weg wurde von Autos und Motorrädern genutzt. Die Fahrzeuge waren hinter dem Vulkan geparkt. Ein Tor gegenüber den Tribünen bot den Autos und Motorrädern Einlass. Dieser Weg führte zwischen Tankstelle und Turm bis zur Tribüne. Dort war eine Matratze und ein brennendes Fass zu sehen.

Philip hatte mit fünf weiteren Kollegen eine eigene Stuntshow im Vulkan. Mit einer Kollegin und einem Kollegen vertrat er das Gute. Das Gute wurde in der Show vom Bösen verfolgt. Philip und seine Kollegen waren auf der Flucht. Manchmal waren sie zu Fuß auf der Flucht. Mal flüchteten sie in einem Auto.

Natürlich konnte Philip auch mit einem Motorrad fahren. Er fuhr rundum den Turm und die Tankstelle. Er bremste kurz vor der brennenden Tonne stark ab, da ein Gegner vor ihm auftauchte. Philip flog auf die Matratze vor ihm. Sollte das Böse siegen? Oder glaubst Du, dass das Gute gegen das Böse gewann?