366 Geschichten: April 10

366 Geschichten

Mama, Mama, ich will ein Haustier. So kam Clara zu Ihrer Mutter angerannt und warum?

Clara sah einen Film. Es war natürlich nicht irgendein Film. Es war kein Film für Erwachsene. Keine Romanze. Kein Horrorfilm. Keine Komödie für Erwachsene. Es war ein Kinderfilm. Ein Kinderfilm um Haustiere. Genauer gesagt um Hunde.

Clara wollte nicht nur irgendein Haustier. Sie wollte keine süße Maus. Sie wollte kein Meerschweinchen haben. Clara wollte auch keine Katze. Clara wollte einen Hund. Natürlich nicht irgendeiner. Es sollte ein Hund aus dem Film sein.

Im Film gab es einen Hund. Dieser Hund war weiß mit vielen schwarzen Flecken. Teilweise waren es auch schwarze Punkte. Dieser Hund lebte bei einer Familie glücklich und zufrieden. Er wurde vor allem von den Kindern gemocht. Sie streichelten ihn. Sie gingen mit Ihm spazieren. Die Kinder kümmerten sich auch darum, dass der Hund sauber war. Als er noch klein war. Als er größer wurde. Mindestens einmal im Monat musste der Hund duschen. Im Sommer kam er noch öfter mit Wasser in Kontakt. Dann ging die Familie an den Strand.

Der Hund durfte nicht fehlen. Am Strand durfte er die Frisbee-Scheibe fangen. Durfte sie den Kindern zurückbringen. Der Hund ging mit ins Wasser, wenn die Kinder schwimmen wollten. Der Hund war immer dabei.

Der Hund war ein besonderer Hund. Es gab viele Dackel und Schäferhunde. Es gab aber nur wenige Hunde, die weiß und schwarz waren. Wenige Hunde die weißes Fell mit schwarzen Flecken hatten. Der Hund war einmal und kostbar. Der Hund war ein Dalmatiner.

Diese Hunderasse war sehr beliebt. Doch sie war auch selten. Wer einen echten Dalmatiner haben wollte, musste viel bezahlen. Waren die Hunde klein, war es nicht so viel. Waren die Hunde aus dem Kindesalter heraus, waren die Dalmatiner teurer. Bei Dieben waren sie beliebt.

So kam es auch, dass eines Tages der Dalmatiner dieser Familie verschwand. Weggelaufen konnte er nicht sein. Bei dieser Familie hatte er es gut. Saugut. Da er nach drei Tagen noch immer nicht auftauchte, ging die Familie zur Polizei. Die Familie erzählte alles. Die Polizei wollte sich darum kümmern.

Da nach weiteren drei Tagen nichts passierte, ging die Familie selber auf die Suche nach ihrem Hund. Sie suchte überall. Sie fragte jeden. Ihr Hund blieb verschwunden. Die Familie war traurig. Was sollte Sie nur ohne Ihren Hund tun? Er gehörte doch zur Familie.

Die Familie musste nicht lange traurig sein. Der Hund kam wieder. Wo er die letzten sieben Tage war, erfuhr keiner. Die Familie war froh, dass Ihr Hund wieder da war. Nun passte Sie höllisch auf Ihren Hund auf.

Durch diesen Film angeregt, wollte Clara auch einen Dalmatiner haben. Sie rannte zu Ihrer Mutter. Sie bettelte. Sie flehte Ihre Mutter an. Bitte bitte. Doch Ihre Mutter sagte Nein. Das konnte und wollte Clara nicht hören. Sie wollte einen Hund. Unbedingt! Ohne wenn und aber.

Am Abend kam Claras Vater nach Hause. Er kam gerade zur Tür herein, da kam Clara schon auf ihn zugerannt. "Bitte, bitte, Papa" schrie Sie. Ihr Vater wusste von nichts. Clara versuchte ihn zu überzeugen, einen Hund anzuschaffen. Einen Dalmatiner. Sie wollte unbedingt einen. Doch auch Ihr Vater sagte Nein. Ob Clara später einen Dalmatiner bekam? Jeden Tag bettelte Sie. Ob ihre Eltern irgendwann nachgaben?